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Das Land

Die Nordatlantik-Insel Island misst etwa 103.000 km2 und liegt größtenteils rund 500 m über dem Meeresspiegel. Die höchste Erhebung Hvannadalshnúkur ragt 2119 m auf und liegt in Europas größtem Gletscher Vatnajökull. Rund 11% der Insel sind von Gletschern bedeckt. Seine Lage auf dem mittelatlantischen Rücken macht Island zu einem Hot Spot vulkanischer und geothermischer Aktivität: Während der letzten beiden Jahrhunderte brachen 30 Vulkane aus, die nach der letzten Eiszeit entstanden, und das natürliche heiße Wasser versorgt den Großteil der Bevölkerung mit günstiger, umweltfreundlicher Heizenergie. Islands Strom dagegen stammt von den Flüssen - eine preiswerte, umweltfreundliche Energiequelle.

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Bevölkerung und Leben in Island

Rund die Hälfte der ca. 313.000 Einwohner Islands leben in der Hauptstadt Reykjavík und ihren Nachbargemeinden. Der internationale Flughafen liegt in Keflavík, rund 50km vom Hauptstadtgebiet entfernt. Islands Inland ist unbewohnt (und unbewohnbar), und die meisten Ortschaften liegen an der Küste. Island besitzt keine nennenswerten Bodenschätze und lebt hauptsächlich von der Fischerei.
Während der drei Sommermonate ist es in Island durchgehend taghell, und sowohl Frühling, als auch Spätherbst erfreuen sich langer Dämmerungsphasen. Die wirklich dunkle Zeit mit vier bis fünf Stunden Tageslicht dauert von Mitte November bis Ende Januar. Island ist das am dünnsten besiedelte Gebiet Europas. Die raue Natur, viele kaum bepflanzbare Bodenflächen bieten keine günstige Bedingung für die Landwirtschaft. Momentan werden große Bemühungen gemacht, Island neu zu begrünen und zu bepflanzen. Der karge Boden lässt aber nur sehr widerstandsfähige Pflanzen Platz zum Überleben. Einen Wald, so wie wir ihn kennen wird man in Island nicht finden. Hier wir jeder wachsende Baum beschützt und gepflegt.

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Geschichte

Als Entdecker Islands gilt der schwedische Wikinger Garðar Svavarsson, der um 870 in Húsavík in Nordisland überwinterte und die Insel kurzerhand nach sich selbst Garðarsholmur (Gardarsholm) benannte. Der Entdecker Flóki Vilgerðarson fuhr aus, um Garðarsholmur (Island) zu finden. Dazu bediente er sich eines ausgefallenen Navigationsinstruments, nämlich dreier Raben. Der Bericht darüber befindet sich im Landnámabók.
Den schriftlichen Quellen nach wurde Island im späten 9. und frühen 10. Jahrhundert durch Wikinger aus Norwegen und anderen skandinavischen Ländern sowie durch keltische Siedler bevölkert.
Im Jahr 930 n. Chr. gründeten Siedler eine der ersten Nationalversammlungen der Welt. Damit setzte die Epoche des alten Freistaates ein, von der die Isländersagas berichten. Sie dauerte bis 1262, als Island seine Unabhängigkeit verlor.
Mitte des 14. Jh. gelangte Island unter dänische Herrschaft. Pest, Seuchen und gewaltige Vulkanausbrüche ließen das Land verarmen und dessen Bewohner aussterben. Fast sieben Jahrhunderte lang litt die Insel unter der norwegischen und der dänischen Herrschaft. 1944 wurde die heutige Republik gegründet.

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Wirtschaft

Die isländische Wirtschaft ist deutlich vom Fischfang abhängig. Trotz erfolgreicher Differenzierung, z.B. im Bereich des Tourismus, beträgt der Export von Fischereiprodukten rund drei Viertel des Außenhandels und rund die Hälfte der gesamten Deviseneinnahmen. Dennoch sind nicht mehr als 10% der Bevölkerung im Fischfang und der Fischverarbeitung tätig. Tourismus ist der zweitgrößte devisenbringende Wirtschaftszweig Islands. Der Lebensstandard in Island ist bei Einkommen, die pro Kopf der Bevölkerung an der Weltspitze liegen, hoch. Der Finanzsektor erlebte in den letzten Jahren einige Liberalisierungen. Zwei Drittel der Bevölkerung ist im privaten sowie öffentlichen Dienstleistungsbereich beschäftigt, was diesen Erwerbszweig zum umfangreichsten in Island macht. Island ist Mitglied der EFTA und des Europäischen Wirtschaftsraums EEC.

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Die Hauptstadt Reykjavik

Sie ist die nördlichste Hauptstadt Europas. Man darf sich hier keine große europäische Stadt wie Wien oder London vorstellen. Reykjavik (und Umgebung) hat nur 172 000 Einwohner und bedeutet so viel wie „rauchende Bucht“. Sie zeichnet sich durch besonders gute, klare Luft aus. Die Einwohner von Reykjavík erhalten ihr heißes Wasser seit mehreren Jahrzehnten aus der Erde. Es ist eine billige, sichere und vor allem umweltfreundliche Energiequelle. Die bunten Häuser leuchten einem schon von weitem entgegen. Ein schönes Ausflugsziel ist Perlan (die Perle), hier werden in mit Spiegelglas verbundenen Wassertanks 24 Millionen Liter Thermalwasser aus den heißen Quellen rund um Reykjavik gespeichert.
Nahe Reykjavik liegt die Blaue Lagune, ein künstlicher Mineral - und Thermalsee, der sich zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt hat.

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Gesundheit

Die Lebenserwartung liegt mit 81,3 Jahren bei Frauen und 76,4 Jahren bei Männern an der Weltspitze, und das umfassende, staatliche Gesundheitswesen hat zum Ziel, dass dies so bleibt.

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Vulkane

In Island findet man verschiedene Vulkanarten. Island liegt geologisch auf zwei sich bewegenden Platten, aufgrund dieser Plattenbewegung sind Spaltenvulkane der häufigste Vulkantyp der Insel. In  Island findet man noch viele vulkanisch aktive Zonen, die bis zu 100 km lang und 10 km breit sind. Entlang dieser Zonen dringt Magma ständig zwischen den sich auseinander bewegenden Platten und erstarrt dann zu einem Krustenteil. In Island herrschen vor allem Basalte vor.

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Gletscher

in reicher Zahl, darunter Europas größter Gletscher Vatnajökull (8.000 km2)

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Geysire

Kein Land ist so reich an heißen Quellen wie Island. Überall kann man es dampfen und sprudeln sehen. Islands ergiebigste Quelle, Deildartunguhver liefert jede Sekunde 200 l kochendes Wasser. Einige der heißen Quellen sind Springquellen oder Geysire, deren berühmteste „Der große Geysir" in Haukadalur in Südisland ist. Von ihm ist die internationale Fachbezeichnung „Geysir" abgeleitet. Wenn der Geysir eruptiert, schießt eine bis zu 60 m hohe Wassersäule in die Luft.

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Bizarre Lavaformationen

mit trollartigen Gesichtern, Höhlen und verwunschenen Burgen

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Wale

spielen seit eh und je vor Islands Küsten

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Das Hochland

unbewohnt, unbewohnbar und von magischer Anziehungskraft

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Nordlichter

überziehen den Winterhimmel an klaren Tagen

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… und reichlich

Raum für individuelle Entdeckungen

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WUSSTEN SIE SCHON...

...dass der Name "Island" (deutsch „Eisland“)  für ein Land der Vulkane, Lavawüsten,
heißen Quellen, und dem relativ gemäßigten Temperaturen (im
Sommer zw. 8 und 20 Grad, im Winter zw. 2 und +5 Grad
kaum zutreffend ist?

...dass die Tageshelligkeit im Winter gerade mal 4 bis 5 Stunden
beträgt, man aber im Sommer die Mitternachtssonne erleben kann?

...dass die Landessprache Isländisch aus dem altgermanischen
stammt und mit dem Deutschen eng verwandt ist?


...dass Island, pro Einwohner gerechnet, die größten
Rekorde der Welt aufstellt?

     
 
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