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Island und das Coronavirus (Stand: 21.03.2020)



 

Liebe Kundinnen und Kunden von Island-Profi!

Auch wir unterstützen die Kampagne "Verschiebe deine Reise auf 2021", die derzeit in Deutschland und Österreich angelaufen ist und von den heimischen Tourismusvertretern empfohlen wird.

Wir bieten deshalb all unseren Kunden eine KOSTENLOSE UMBUCHUNG auf die Saison 2021. Die Umbuchungskosten werden von Island-Profi getragen, die Reiserouten bleiben erhalten, so wie gebucht.

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Melden Sie sich bei Fragen dazu gerne telefonisch unter 05273 7535 oder auch per E-Mail an office@island-profi.at

Wir wünschen Ihnen Gesundheit in dieser außergewöhnlichen Zeit!




COVID-19 Statistik für Island (Stand: 21.03.2020):

Infektionen: 409
In häuslicher Quarantäne: 4.166
In Isolation: 387
Im Krankenhaus: 6
Gesundet: 22
Testungen bisher: 9.190

Vorübergehendes Reiseverbot für Touristen außerhalb des EWR und der EFTA

Ab Freitag schließt Island vorübergehend seine Grenzen für Touristen aus Ländern außerhalb des EWR und der EFTA, berichtet der RÚV. Reisende von außerhalb dieser Gebiete dürfen Island nur betreten, wenn sie nachweisen können, dass sie „dringende Geschäfte“ machen. Diese neuen Beschränkungen stehen im Einklang mit der Empfehlung der EU vom 17. März, dass alle EU- und Schengen-Länder die Einreise von Drittstaatsangehörigen beschränken, um die Verbreitung von COVID-19 zu verlangsamen. Das Reiseverbot wird voraussichtlich 30 Tage dauern und keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ankunft von Touristen haben, da der Tourismus nach Island im Zuge der anhaltenden Pandemie bereits erheblich eingeschränkt wurde.
Der EWR (Europäischer Wirtschaftsraum) umfasst Österreich, Belgien, Bulgarien, Kroatien, Republik Zypern, Tschechische Republik, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande , Polen, Portugal, Rumänien, der Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden und dem Vereinigten Königreich. Island ist Teil der EFTA (Europäische Freihandelszone) mit drei weiteren Ländern: Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz.
Laut einer Ankündigung auf der Website der isländischen Regierung können Bürger der oben genannten Länder weiterhin frei nach Island einreisen. Das Reiseverbot sieht auch vor, dass Ausländer von außerhalb des EWR und der EFTA, die in Island wohnen, ebenfalls in das Land einreisen dürfen. Fachkräfte in bestimmten Bereichen sind unabhängig von ihrer Nationalität ebenfalls vom Reiseverbot ausgenommen, z. B. Beschäftigte im Gesundheitswesen und Personen, die am Güterverkehr beteiligt sind. Neueste Infos unter diesem Link: https://www.ferdamalastofa.is/en/moya/news/important-information-for-travelers-qa

Sie haben bereits eine Island Reise für den Sommer 2020 gebucht:

Wenn Sie eine Reise im Sommer gebucht haben, raten wir, die Situation noch abzuwarten und sich weiterhin auf den Urlaub zu freuen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Zahl der Ansteckungen im Frühjahr, wenn es wärmer wird, massiv zurückgehen wird. In China sinken die offiziellen Ansteckungszahlen seit Tagen und etwas Alltag kehrt in das tägliche Leben ein. Aufgrund der geringen Bevölkerungsdichte ist Island ebenfalls im Vorteil. Derzeit sind die meisetn gemeldeten COVID-19 Fälle in Reykjavík und Umgebung.

Wie gehen die Isländer mit COVID-19 um?

Die Nachrichten über den Virus überschlagen sich und es ist kaum möglich, zeitnah über die Situation in Island zu berichten. Dennoch möchten wir an dieser Stelle einen kleinen Überblick geben, welchen Einfluss die Pandemie auf die isländische Gesellschaft hat. Der erste Teil beruht auf persönlichen Erfahrungen, der zweite handelt von den Maßnahmen, die hier in Island ergriffen werden.

Gewöhnen an eine neue Realität

Insgesamt herrscht eine ruhige Stimmung und die Gesellschaft scheint sich langsam an die neue Realität zu gewöhnen. Hier auf dem Skólavörðurstígur mitten in den Innenstadt hört man die letzten Koffer rollen. Gestern gab es noch eine Stadtführung – ein seltenes Ereignis derzeit. An der Hallgrímskirkja, dem Wahrzeichen von Reykjavík, war heute morgen kein Mensch. Die Stadt scheint ein bisschen wie ausgestorben. Normalerweise gehen Autotüren auf und zu, man hört Lachen auf der Straße oder Musik aber es scheint, als ob die Geräusche jeden Tag ein wenig mehr verschwinden. Letztes Wochenende waren am Gullfoss und Geysir, den beliebtesten Sehenswürdigkeiten im Süden noch zahlreiche Besucher – nun bleibt dem Geysir Strokkur auch mal ein wenig Privatsphäre vergönnt.

Isländische Heimquarantäne

Die Gymnasien und Hochschulen haben ganz zu, weshalb es ausnahmsweise nicht schwierig ist, in der Innenstadt einen Parkplatz zu finden. Viele Einwohner, derzeit mehr als 4.000 in ganz Island sind in Quarantäne, meist bei sich zu Hause. In den Erholungsgebieten, das sind überwiegend die Täler inmitten der weitläufigen Hauptstadt, findet man Eltern mit kleineren Kindern, denen zu Hause wohl die Decke auf den Kopf gefallen ist. Die isländische Regierung ruft besonders dazu auf, sich fit zu halten und spazieren zu gehen, um das Immunsystem intakt zu halten. Dazu gehört auch ausreichender Schlaf und eine gesunde Ernährung. In den Nachrichten sieht man Beispiele von Familien, die das beste aus der Heimquarantäne machen: Klavier spielen, backen, turnen im Wohnzimmer, sich mit den Kindern beschäftigen. Natürlich geht es nicht überall so idyllisch zu: viele müssen arbeiten, während die Kinder zu Hause auch Aufmerksamkeit haben wollen.

Vorsicht & Respekt im Alltag

Die Familien oder Wohneinheiten bleiben überwiegend unter sich. Auch lassen immer weniger Menschen ältere Personen auf die Enkel aufpassen. In den meisten Altenheimen herrscht schon seit über 2 Wochen ein Besuchsverbot. Die Busse in der Hauptstadt öffnen nur noch die mittlere Tür, damit nicht jeder an allen Mitfahrenden vorbeigehen muss. Man merkt, dass die Menschen versuchen, im Bus Abstand zu halten. Manche tragen Masken oder verstecken das Gesicht hinter einem Schal oder tragen Gummihandschuhe. In jeder Einrichtung findet man Desinfektionsmittel am Eingang. Auch in den Supermärkten wird darauf geachtet, dass nur eine bestimmte Anzahl den Laden betrifft. So stehen jetzt am Eingang von Bonus Personen, die jeden zählen, der den Laden betritt und verlässt. Einige Supermärkte wie Nettó reservieren die Morgenstunden kurz nach der Öffnung für ältere Menschen und andere Risikogruppen.

Kontrolle über die Ausbreitung des Virus

Zur Eindämmung des Virus sollen so viele Isländer wie möglich getestet werden; bis jetzt hat man fast 8.000 Menschen untersucht von einer Gesamtbevölkerung von ca. 350.000. Noch kann man die meisten Ansteckungen zurückverfolgen, was einem ein gewisses Gefühl von Sicherheit gibt. Das erstaunliche dabei auch, dass Touristen den Virus kaum an die isländische Bevölkerung übertragen. Anfangs waren es isländische Rückkehrer aus den italienischen und österreichischen Skigebieten, die den Stein ins Rollen brachten und sich ganz anders als ein Reisender unter das Volk mischen. Man geht deshalb davon aus, dass Touristen kaum Berührungspunkte mit Isländern haben, weshalb auch bis jetzt noch Touristen im Land willkommen sind. Durch den Ausruf der weltweiten Reisewarnung für nicht notwendige, touristische Reisen wird es jedoch in nächster Zukunft wohl kaum noch Besucher geben. Täglich verfolgen viele Isländer die Pressekonferenz, in welcher die neuesten Erkenntnisse, Maßnahmen und Zahlen diskutiert werden.



 
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